Wieder nix geschafft – Familienalltag als (ehemaliger) Gamer

Gestern war Sonntag. Ich meine, Sonntag vor den Kindern war ausschlafen, zocken, zwischendurch Fastfood inhalieren und wieder zocken. Bis irgendwann die Müdigkeit wieder kommt und man noch 3 Stunden hat, bevor man im Hörsaal stehen und Dozent*innen über den Wandel der Pädagogik lauschen muss.

Sonntag heute – Familienalltag

Eines der Kinder weckt mich mit einem 1a Flaschenwurf mitten ins Gesicht morgens um 5. Für Halloween ist das Veilchen leider zu früh. Man hätte wenigstens über das Timing reden können. Aber nö. Und dann hetzt man von einer Verpflichtung zur nächsten. Fußballspiel, für Halloween Zuckerrüben schnitzen (ja, die sind der Ursprung der glatt geschleckten Kürbisse!), Lateinvokabeln abfragen und sich dabei vom Kind ob der falschen Aussprache berichtigen lassen und nebenbei einem Kind einen Stream einrichten. Kochen, aufräumen, saugen, Steuererklärung, Wäsche, etc.. Nicht, dass du denkst, das Weibchen im Haus ist faul. Aber die studiert halt, ist selbstständig und stemmt genauso ne große Menge. Und abends, wenn alle Kinder endlich im Bett sind, ist man selbst so am Hinterteil, dass es nur noch für ne Folge Walulis reicht. Oder für Musik auf den Ohren im 90 cm breiten Kinderbett, weil einer muss die Kleinsten ja durch die Nacht begleiten.

Und meine Liste der besorgten und nicht gespielten Spiele? Die wächst. Weil ich noch immer davon träume, eines Tages wieder zocken zu können. So richtig. In Jogginghose, ohne auf Abruf zu stehen. Mit Cola nebendran und Chips aus der Tüte. Ohne, dass jemand „Darf ich auch was davon haben?“ ins freie Ohr flüstert.

Stattdessen gehe ich brav um 22 Uhr ins Bett, stehe um 5:30 Uhr auf und fühle mich wie überfahren. Immerhin gibt es heißen Kaffee zum Frühstück – wenn dazwischen keine Geschwisterstreitigkeiten, volle Töpfchen oder Dramen, im Sinne von „ICH FINDE MEINE BUSFAHRKARTE NICHT!“ stattfinden.

Happy Montag. Willkommen im Hamsterrad aka Familienalltag. Und viel Spaß im Blog eines (ehemaligen) Gamers, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, mal wieder ungestört ein Onlinegame zu zocken.

Der Gamerdad

 

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